Der Planet verändert sich. Er schiebt Kontinentalplatten auseinander und zusammen, das alles sehr langsam und über Jahrmillionen hinweg.
Wir alle verändern uns. Frauen schoben vor kurzem noch ausschließlich Kochtöpfe auf Herdplatten auseinander und zusammen, jetzt sind sie Kanzler oder US-Vizepräsidentschaftskandidatin...
Das Leben ist Veränderung. Das geht ja schon damit los dass man einen Joghurt nicht länger als 2 Tage stehen lassen kann nachdem man ihn geöffnet hat. Man ist quasi gezwungen sich seiner Umwelt anzupassen. Es wird immer von Gruppenzwang gesprochen und kaum einer würde von sich behaupten eben diesem zu folgen. Aber wenn die Sonne scheint gehen alle schwimmen. Wenn es regnet will keiner nass werden. Wenn das Essen alle ist gehen alle einkaufen...
Ich denke vielen Dingen in unserem Leben sind wir ausgeliefert. Wir machen sie weil sie dazugehören. Essen, trinken, sex, arbeiten - Unsere einzige Möglichkeit der Individualität des Lebens Ausdruck zu verleihen ist aus jedem dieser Dinge etwas zu machen was uns mit Stolz erfüllt weil wir es mit Hingabe und Leidenschaft auf unsere Art machen. Aber auch hier greift das Prinzip der Veränderung.
Ich esse und trinke gern etwas bestimmtes, aber wenn ich zu viel davon esse hängt es mir zum Halse raus. Also orientiere ich mich neu und entdecke etwas anderes was mir schmeckt.
Beim Sex ist das nicht anders. Wenn man nur noch ein Programm abspult und es nicht mehr genießt dann muss man sich verändern, ob das nun ein neuer Partner ist oder die Art wie man liebt kommt auf die Situation an.
Vor allem aber greift die Veränderung beim Thema Arbeit. Denn wer kann schon von sich sagen die Arbeit zu haben die wie für ihn gemacht ist? Wir alle arbeiten um Geld zu verdienen und wir hoffen stets darauf das bei einer Abriet zu tun die uns gefällt. Das ist nicht immer so und man muss dann eben die Zähne zusammen beissen und es ertragen. Viele machen das schon ihr ganzes Leben. Zähne zusammenbeissen und es ertragen.
Ich finde das in der heutigen Zeit falsch. Früher mag das durchaus so angebracht gewesen sein. Aber wenn man zum Beispiel und vor allem bei der Arbeit merkt man ist am Ende eines Weges angekommen, hat die Grenze der Entwicklung erreicht dann kann man nicht jeden Tag aufstehen und sagen: "Toll wieder ein schöner Arbeitstag" denn man würde seine Entwicklung als Mensch bremsen. Das ist wider der Natur denn die Propangiert und Praktiziert Veränderung und Entwicklung an jeder ihrer Millionen Ecken.
Unter den tausenden von Möglichkeiten die das Leben bietet muss man sein Glück finden und je früher man erkennt dass man auf dem falschen Weg ist um so mehr Zeit hat man um es zu Ändern. Wir leben nur einmal und dieses eine mal sollte niemand frühs aufstehen und sagen "Och nee"
Denn wie sagte schon Rielke: "Mein Blick ist müd geworden. -Es ist als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt"
Das Leben ist zu kurz, zu lang ganz wie man will. Es kommt immer und bei allem was man tut nur darauf an WIE man es macht...
PS: Wer will kann mein Seminar
"Wir geben unserem Atem einen Namen - Wir atmen einen Lutz" in Bern besuchen. Die Vorstellung fällt aber aus weil ich nicht da bin.
Freitag, 5. September 2008
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